R1.2  Ergänzende/korrespondierende Regelungen

Die Versicherungspflicht kraft Gesetzes wegen Kindererziehung ist in § 3 S. 1 Nr. 1 SGB VI normiert. Durch die Verweisung auf § 56 SGB VI richtet sich die Versicherungspflicht im Wesentlichen danach, ob nach dieser Vorschrift die Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Beide Vorschriften werden ergänzt durch
 
§§ 249, 249a SGB VI für Sachverhalte, die vor dem 01.01.1992 eingetreten sind,
 
§ 57 SGB VI und §§ 249 Abs. 7, 249a Abs. 3 SGB VI in den bis zum 31.12.1997 geltenden Fassungen für Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung,
 
§§ 177, 178 Abs. 3 SGB VI hinsichtlich der Beitragszahlung für Kindererziehungszeiten,
 
§§ 70 Abs. 2, 83 Abs. 1, 254d, 256d, 307d SGB VI für die leistungsrechtliche Bewertung von Kindererziehungszeiten,
 
§ 196 Abs. 2 SGB VI bezüglich der Auskunfts- und Meldepflichten der zuständigen Meldebehörden,
 
§ 12a WGSVG (Kindererziehungszeiten bei Verfolgten),
 
§ 28b FRG (Kindererziehungszeiten bei Berechtigten nach dem FRG),
 
Art. 5 Buchst. b VO (EG) Nr. 883/2004 (Sachverhaltsgleichstellung) und
 
Art. 44 VO (EG) Nr. 987/2009 (Kindererziehung in einem anderen Mitgliedstaat der EU, des EWR oder der Schweiz).
 
§ 11a BerRehaG ab 01.01.2019 (fiktive Kindererziehungszeiten während einer rechtsstaatswidrigen Haft in der ehemaligen DDR)
Hinweis:
Die Berücksichtigung einer Kindererziehungsleistung an Mütter, die vor 1921 - beziehungsweise im Beitrittsgebiet vor 1927 - geboren sind, richtet sich nach §§ 294 ff. SGB VI und den Ausführungen in den entsprechenden Gemeinsamen Rechtlichen Arbeitsanweisungen.
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