R7.4.4.1  Besonderheiten bei Soldaten auf Zeit

Anders als Berufssoldaten erwerben Zeitsoldaten der Bundeswehr jedoch keine Ansprüche auf Versorgung nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG). Nach Ablauf der Verpflichtung werden sie regelmäßig aus dem Dienst bei der Bundeswehr entlassen und in der Rentenversicherung nachversichert. Die Anrechnung von Erziehungszeiten in der Rentenversicherung ist daher bei Vorliegen aller sonstigen Voraussetzungen nicht ausgeschlossen.
Die Nachversicherung wird allerdings aufgeschoben, wenn die (ehemaligen) Zeitsoldaten als Berufssoldaten weiterbeschäftigt werden oder in ein "normales" Beamtenverhältnis eintreten (§ 184 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 SGB VI). In diesem Fall ändern sich die Verhältnisse derart, dass nunmehr auch für das zurückliegende Dienstverhältnis als Zeitsoldat Versorgungsansprüche nach dem SVG oder dem BeamtVG aufgrund der Erziehung erworben werden, die als annähernd gleichwertig gelten.
Werden Erziehungszeiten, die ganz oder teilweise während der Dauer des Zeitsoldatenverhältnisses liegen, noch während der laufenden Dienstzeit vorgemerkt, sind Versicherte im Vormerkungsbescheid vorsorglich für den Fall der späteren Übernahme als Berufssoldat beziehungsweise in ein Beamtenverhältnis über die Folgen aufzuklären. Dadurch wird sichergestellt, dass bei Bedarf die rechtlichen Voraussetzungen für eine fristgerechte Bescheidkorrektur nach § 48 SGB X erfüllt sind.
"Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie nach Beendigung Ihres Dienstverhältnisses als Soldat auf Zeit in ein Beamtenverhältnis eintreten oder Berufssoldat werden. Für die ganz oder teilweise während Ihres Dienstverhältnisses als Soldat auf Zeit liegenden Erziehungszeiten besteht in diesem Fall die Möglichkeit, dass sie bei der Versorgung berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung bei der Versorgung führt dazu, dass diese Erziehungszeiten in der Rentenversicherung nicht mehr vorzumerken sind."
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