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Ausgleich oder Verschärfung von Einkommensrisiken? Lebensläufe und Alterseinkommen in Deutschland aus der Paarperspektive


Wir analysieren Erwerbs- und Einkommensbiografien von Paaren mittels einer Multichannel-Sequenzmusteranalyse, um Rückschlüsse auf das Alterseinkommen von Frauen in Deutschland und Ausgleichsprozesse im Haushaltskontext abzuleiten. Datengrundlage ist eine Verknüpfung der administrativen Daten der gesetzlichen Rentenversicherung mit dem ¿Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe¿, die Biografieinformationen west- und ostdeutscher Personen der Geburtskohorten 1927 bis 1965 (N = 2.292) enthält. Wir identifizieren acht Paarverlaufsmuster, die sich in ihrer Nähe zu einem männlichen Alleinverdiener- oder einem Zweiverdienermodell unterscheiden. Während Frauen von kontinuierlicher Erwerbstätigkeit und kurzen Erziehungsunterbrechungen in Hinblick auf ihr Individual- und Haushaltseinkommen substanziell profitieren, stellen Biografien mit Erwerbsausstieg ein Armutsrisiko auf Haushaltsebene dar, das im Alter nur durch stark überdurchschnittliche Partnereinkommen ausgeglichen werden kann.

https://www.degruyter.com/view/j/zsr.2018.64.issue-4/zsr-2018-0023/zsr-2018-0023.xml



Autor/en

Katja Möhring, Andreas Weiland

Erschienen in

Zeitschrift für Sozialreform (2018), Band 64, Heft 4, S. 463-493. DOI: 10.1515/zsr-2018-0023

Schlagworte:

Sequenzmusteranalyse; Alterseinkommen; Erwerbsbiografie



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Letzte Änderung: 12.12.2019