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Die empirische Typisierung von Versichertenbiografien


Die Typisierung von Versichertenbiografien, die in diesem Artikel vorgestellt wird, beruht auf empirischen Analysen der (Versicherten-)Biografieverläufe von Personen sowohl hinsichtlich der Dauer als auch der lebenszeitlichen Lage verschiedener sozialer Erwerbssituationen zwischen deren 15. und 60. Lebensjahr. Die notwendigen statistischen Daten stehen mit der "Altersvorsorge in Deutschland 1996" (AVID '96) zur Verfügung. Die Untersuchungspopulation setzt sich aus Männern und Frauen zusammen, die eine Anwartschaft auf eine eigene GRV-Rente besitzen und den Geburtskohorten 1936-1940 oder 1951-1955 angehören. Mit der innovativen Methode der Sequenzmusteranalyse werden einander ähnliche Biografieverläufe in Gruppen (Clustern) zusammengefasst: Die so - für westdeutsche Männer und Frauen sowie ostdeutsche Männer und Frauen jeweils getrennt - ermittelten empirischen Biografietypen werden beschrieben und hinsichtlich ausgewählter soziodemografischer Merkmale und Aspekte der Alterssicherung analysiert.
Nicht-Normbiografien machen einen nicht unbeträchtlichen Anteil an allen Biografien der hier untersuchten Frauen und Männer aus. Zudem wird gezeigt, dass sich die einzelnen Biografietypen nach der Kohortenzugehörigkeit, dem Bildungsniveau, der Kinderzahl (Frauen), der Teilnahme an Alterssicherungssystemen der zweiten und dritten Säule, der projizierten Summe der Entgeltpunkte im 65. Lebensjahr sowie nach dem projizierten persönlichen Nettoalterseinkommen zum Teil deutlich voneinander unterscheiden.



Autor/en

Christine Hauschild

Erschienen in

Zeitschrift Deutsche Rentenversicherung, Ausgabe 9/10 2002, S. 539-589

Schlagworte:

Biografieverläufe; Erwerbssituationen; Ostdeutschland; Westdeutschland; Kohorte; Bildungsniveau; Kinderzahl; Entgeltpunkte



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Letzte Änderung: 26.11.2012