Publikation



Risiken für eine Erwerbsminderung bei unterschiedlichen Berufsgruppen


Das Risiko der Frühberentung aufgrund dauerhafter Erkrankung steigt mit dem Alter deutlich an und ist bei niedriger qualifizierten Berufstätigen generell größer. Hier wird nun untersucht, wie sich das Risiko differenziert nach Geschlecht und dem ausgeübten Beruf jeweils in einem vergleichbaren Alter darstellt. Der letzte ausgeübte Beruf wird nach der Kategorisierung von Blossfeld zusammengefasst. Analysiert werden prozessproduzierte Daten der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Risiko im Alter unter 59 Jahren wird mit der Methode der Ereignisanalyse untersucht. Es zeigt sich, dass Beschäftigte in einfachen kaufmännischen und Verwaltungsberufen sowie Dienstleistungsberufen bei beiden Geschlechtern deutlich häufiger erwerbsgemindert sind; dabei sind die Unterschiede bei Männern größer. Das bereits im Alter zwischen 40 und 50 Jahren höhere Risiko kann als Frühwarnung für das später erhöhte Risiko gedeutet werden. Semiprofessionen sind bei Frauen sehr stark von Frühberentung betroffen. Bei ihnen gibt es kein deutliches Vorzeichen durch ein erhöhtes Risiko in jüngerem Alter.



Autor/en

Tatjana Mika

Erschienen in

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz (03/2013). Ein Service von Springer Medizin. Verantwortlicher Redakteur: H. Rohdewohld. Springer-Verlag GmbH Berlin/ Heidelberg. Seite 391-397.

Schlagworte:

Erwerbsminderung; Rente; Beruf; Ereignisanalyse; Prozessdaten



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Letzte Änderung: 19.3.2013